Geschichte der BMK Pians
Text von Robert Klien und Franz Jörg aus dem Dorfbuch „Pians“, Aufzeichnungen von Schriftführer Franz Traxl. Die noch lebenden Gründungsmitglieder der MK-Pians bestätigten 1976 die Richtigkeit dieser Aufzeichnungen.

Die Gründungsgeschichte
Zur Osterzeit 1924 ersuchten die musikbegeisterten Pianner Hans und Josef Mathoy (21 und 22 Jahre) sowie Josef Weiskopf bei Kapellmeister und Schuldirektor Josef Falch in Grins um Aufnahme in die dortige Musikkapelle. Falch lehnte das Ersuchen mit der Begründung ab, dass er zuerst die Bewerber von Grins berücksichtigen müsse. Die Abgewiesenen fassten nun den Plan, eine eigene Musikkapelle zu gründen und Bürgermeister Karl Handl sagte Hilfe und Unterstützung zu. Der gemeindeamtliche Aufruf, sich als Mitglied einer Musikkapelle zu melden, hatte Erfolg, denn es meldeten sich 35 Interessenten, darunter auch der Bürgermeister. Die im Juni bestellten Musikinstrumente trafen am Samstag vor dem Kirchtag mit der Bahn ein. Alle waren in Ordnung, bis auf die Klarinetten, deren Sprünge bestrich man dann vor dem Spiel mit Kitt und warmen Kartoffeln. Die meisten dieser Musikinstrumente blieben bis 1962 in Gebrauch.

Proben und erste Ausrückungen
Lorenz Schimpfössl aus Stanz bei Landeck war bereit, die Stelle des Kapellmeisters zu übernehmen und die musikbegeisterten Pianner auszubilden. Die Proben dauerten oft bis Mitternacht und fanden zuerst im noch nicht bezogenen Häuschen der Familie Aloys beim Gemeindehaus statt, ab 1928 dann im neu errichteten Vereinshaus, seit 1974 im Untergeschoß des jetzigen Gemeindehauses. Die ersten Ausrückungen erfolgten am 4. und 8. November 1924. Zum Namenstag für Bürgermeister Karl Handl und Kaplan Prieth spielte die junge Kapelle die drei Stücke „In Treue fest“, „Fahnengruß“ und die Weise „Das Gebet der Mutter“. Die Namenstagständchen sind seither Tradition.